II. Geschichte der fünf Institutionen
Der Orden vom Duskveil
Der Orden vom Duskveil ist älter als die Markgrafschaft. Sein genaues Gründungsjahr ging mit den ältesten Hausurkunden verloren.
Gerettete Rollen beweisen, dass der Orden bereits vor der Öffnung des Dunklen Portals als Haus- und Ritterorden der Duskryn bestand. Veyron selbst durchlief in ihm Knappenzeit und Schwertleite.
Ursprünglich schützte der Orden Schloss Caerdrith, die Familie Duskryn, wichtige Schiffe und gefährdete Handelswege. Während des Exils bewahrte er seine Ordnung und diente als Leibwache, Geleit und bewaffnetes Gefolge des Hauses.
Die Einnahme Caerdriths in der Einungsnacht ward hauptsächlich durch Angehörige des Duskveil geführt. Nach Gründung der Mark erhielt der Orden seine heutige Stellung als Leib- und Schlossgarde sowie als übergeordnete Wehrkraft in Grenz- und Landeskrisen.
Die Silberwehr
Die Silberwehr ist in ihrer heutigen Gestalt eine junge Institution. Ihre Vorgänger waren die Stadtwachen Silberwachts und Grauhafens, herrschaftliche Büttel, Landreiter, Torwachen und einzelne Wachmannschaften größerer Güter.
Diese Kräfte besaßen verschiedene Befehlswege, Dienstordnungen und Abzeichen. Nach der Vereinigung erwies sich diese Zersplitterung als unhaltbar.
Im Februar des Jahres 43 wurden die verbliebenen Wachen zur Silberwehr zusammengeführt. Sie erhielt einheitliche Ränge, Zuständigkeiten und Befehlsgewalt. Damit entstand erstmals eine für Stadt und Land gemeinsam zuständige weltliche Ordnungsmacht.
Die Silbersphäre
Vor dem Falle Gilneas’ bestanden in Silberwacht einzelne Magier, Lehrer, Alchemisten und gelehrte Zirkel, jedoch keine Institution unter dem heutigen Namen.
Während des Exils sammelte das Haus Duskryn arkane Schriften und gewann Verbindungen zu Gelehrten in Sturmwind. Nach der Rückkehr wurden überlebende gilnearische Magier, zurückgekehrte Adepten und neu angeworbene Fachkundige in einer gemeinsamen Einrichtung versammelt.
Die Silbersphäre ward im Frühjahr des Jahres 43 als Akademie und Fachbehörde der Mark gegründet. Sie übernahm Ausbildung, Forschung, Prüfung gefährlicher Artefakte und die Leitung bei magischen Unglücksfällen.
Ihre alten Wissensbestände sind daher von unterschiedlicher Herkunft: manches stammt aus Silberwacht, manches aus dem Exil, anderes wurde erst nach der Heimkehr erworben.
Der Orden der Lichtwacht
Die geistlichen Wurzeln der Lichtwacht liegen in der Kathedrale zu Silberwacht, den alten Landkapellen und den Heilkundigen beider Baronien.
Bereits vor dem Falle bestanden Priester, Armenpfleger, Wundärzte und bewaffnete Glaubensdiener. Sie bildeten jedoch keine einheitliche Institution. Während Krieg und Exil dienten viele von ihnen als Heiler, Feldgeistliche und Beschützer der Flüchtlinge.
Nach Gründung der Mark wurden diese Aufgaben im Orden der Lichtwacht zusammengeführt. Die Lichtwacht versteht sich somit als neue Ordnung auf alten geistlichen Grundlagen.
Kathedrale, Hospitäler, Kapellen und Friedhöfe unterstehen nicht sämtlich ihrer unbeschränkten Verfügung, doch wirkt der Orden an all diesen Orten als maßgebliche geistliche und heilende Kraft.
Das Haus ohne Wappen
Über die Gründung des Hauses ohne Wappen enthält die öffentliche Chronik nur wenig. Seine Ursprünge liegen in den Jahren des Exils, als das Haus Duskryn Kundschafter, Informanten, Schattenläufer und geheime Mittelsleute benötigte.
Nach der Rückkehr ward dieser verborgene Dienst als selbständige fünfte Institution in die Ordnung der Mark aufgenommen. Seine Aufgaben und Angehörigen werden nicht öffentlich verzeichnet.
Mehr ist im allgemein zugänglichen Teile der Chronik nicht festzuhalten.