Die Silberwehr
Recht und Ordnung in Stadt und Land
Die Silberwehr ist die wachsame Hand des markgräflichen Gesetzes. Ihre Männer und Frauen schützen die Städte, Dörfer und Landstraßen der Mark, wahren den öffentlichen Frieden und stehen den Einwohnern in Zeiten der Gefahr bei. Besonders in Silberwacht und Grauhafen begegnet man ihren Angehörigen an den Toren, auf den Märkten, in den Gassen und entlang der Hafenanlagen. Auch in Dornbruch und den verstreuten Ansiedlungen der Weitenmark versieht sie ihren Dienst.
Wer in die Silberwehr eintritt, findet einen sicheren Platz innerhalb einer festen Gemeinschaft. Geboten werden ein verlässlicher Sold, eine gründliche Ausbildung an Waffen sowie in den Gesetzen der Mark, eine dem Range gemäße Ausrüstung und ein abwechslungsreicher Dienst. Tüchtigkeit, Umsicht und bewährte Pflichterfüllung eröffnen den Aufstieg vom Wehranwärter über Silberwächter, Rottenführer, Wachtmeister und Wehrleutnant bis hin zum Silberhauptmann.
Die Silberwehr verlangt weder hohe Geburt noch ritterlichen Stand. Wohl aber fordert sie ein redliches Wesen, körperliche Tauglichkeit, Wachsamkeit und den festen Willen, das Gesetz ohne Ansehen von Herkunft, Vermögen oder Rang zu vollziehen. Gehorsam gegenüber rechtmäßigen Befehlen, Verschwiegenheit in amtlichen Dingen und ein besonnenes Auftreten werden ebenso erwartet wie der Mut, sich Verbrechern und Gefahren entgegenzustellen. Die verliehene Gewalt ist niemals ein Vorrecht zur Willkür, sondern eine Pflicht gegenüber der Mark und ihren Bewohnern.
Zu den täglichen Aufgaben zählen Streifengänge, Tor- und Warenkontrollen, die Bewachung öffentlicher Plätze sowie die Aufsicht über Märkte, Schenken und größere Veranstaltungen. Die Silberwehr nimmt Anzeigen entgegen, untersucht Diebstahl, Schmuggel, Gewalttaten und andere Verbrechen, sichert Beweise, befragt Zeugen und nimmt Verdächtige fest. Kleinere Vergehen darf sie nach dem geltenden Recht selbst ahnden; schwerere Fälle übergibt sie mitsamt ihren Berichten dem zuständigen Gericht.
Doch erschöpft sich ihr Dienst nicht im Führen von Klinge und Hellebarde. Die Silberwehr begleitet Gefangene und gefährdete Reisende, schlichtet Streit, sucht Vermisste und leistet bei Bränden, Seuchen, Unwettern, Worgenangriffen oder magischen Unglücksfällen erste Hilfe. Wo arkanes Wirken im Spiele ist, ruft sie die Silbersphäre hinzu; bei Angelegenheiten des Glaubens oder verderbter Mächte sucht sie den Beistand der Lichtwacht. An den Grenzen unterstützt sie den Orden vom Duskveil, bleibt im gewöhnlichen Alltag der Mark jedoch die erste und sichtbarste Hüterin des Friedens.
Für ihre Angehörigen eröffnet die Silberwehr vielerlei Wege: den einfachen Wachdienst auf Mauern und Straßen, die verantwortungsvolle Führung einer Rotte, die Untersuchung verwickelter Verbrechen, den Schutz hoher Gäste oder die Teilnahme an größeren Einsätzen wider Räuber, Schmuggler und andere Feinde der Ordnung. Wer Verstand, Mut und Pflichtgefühl miteinander zu vereinen weiß, kann sich Achtung, Verantwortung und einen Namen in der ganzen Mark erwerben.
Die Silberwehr steht zwischen dem friedlichen Bürger und jenen, die dessen Leben, Eigentum oder Freiheit bedrohen. Ihr Zeichen verheißt Schutz, ihr Wort trägt das Gewicht des Gesetzes, und ihr Eid gilt dem Frieden Silberwachts.