Die Weitenmark - Kern des Lebens

Wer die Weitenmark durchreist, begegnet dem offenen Herzland der Markgrafschaft. Weite Felder, sanfte Hügel und lange Landwege prägen das Bild, dazwischen ziehen sich Bäche durch Wiesen und treiben Mühlen an, während verstreute Höfe, Gutssiedlungen und kleine Kapellen die Landschaft still gliedern. Nichts wirkt hier gedrängt oder eng. Die Weitenmark atmet Raum, Ruhe und jene beständige Fruchtbarkeit, auf der das ganze Land ruht.
Kornfelder, Weiden, Obstgärten, Hopfen und Gemüsegärten bestimmen den Alltag des Gebietes. Auf offenen Weiden stehen Pferde und Rinder unter weitem Himmel, Schafherden ziehen über das Gras, und zwischen den Höfen liegen Ställe, Scheunen und kleine Bauerngärten. Mittelgroße Gutshöfe und zahllose kleinere Bauernhöfe sind über das Land verteilt, oft mit weiten Strecken dazwischen, so dass jeder Weg durch die Weitenmark den Eindruck von Offenheit und stiller Weite bewahrt.

Hier leben Bauern, Hirten, Müller, Pächter, Gutsverwalter, Fuhrleute und Dorfhandwerker, bodenständig, arbeitsam, fromm und gastfreundlich. Ihre Welt ist vom Wechsel der Jahreszeiten, vom Ertrag des Bodens und vom ruhigen Rhythmus ländlicher Arbeit geprägt. Kleine Wegkreuze, Mühlen am Bach und Gasthäuser an den Straßen geben dem Land jene vertraute Menschlichkeit, die den Reisenden nie ganz allein lässt.
Die Weitenmark ist kein namenloser Zwischenraum zwischen Herrschersitz, Hauptstadt und Hafen. Sie ist der fruchtbare Leib der Markgrafschaft Silberwacht, friedlich, offen und weit, getragen von vielen Händen und von jener stillen Fülle, ohne die kein Hof, keine Stadt und keine Herrschaft auf Dauer bestehen könnte.